Naturheilpraxis Detlef Freienstein Heilpraktiker

PEP nach Bohne und EMDR

Wenn uns starke Gefühle zu überwältigen drohen, sind wir schnell geneigt, ihnen auszuweichen und diese weg zu drücken. Aber Druck erzeugt Gegendruck und das Gefühl, das wir loswerden wollten, wird auf diese Weise oft noch stärker. Das ist besonders bei Phobien wie z.B. Höhenangst, Furcht vor Menschenmengen, im Fahrstuhl usw. der Fall. Die erlebte Symptomatik erhält die Phobie am Leben, die Phobie erzeugt die Symptomatik, Stichwort: Angst vor der Angst. Auch nach durchlebten psychischen Traumata kann es zur sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) kommen. Je mehr wir den auslösenden Situationen ausweichen wollen, umso heftiger kann die Symptomatik werden.

Zur Behandlung dieser und anderer Beeinträchtigungen kommen u.a. die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie (PEP nach Bohne) oder EMDR in Frage.

PEP nach Bohne

Im letzten Jahrzehnt haben die sogenannten Klopftechniken zunehmend von sich reden gemacht. Der Ausdruck bezieht sich auf das Klopfen bestimmter Punkte am Körper, während man sich gleichzeitig auf das belastende Gefühl, z.B. auf die Angst vor Hunden, konzentriert. Dabei lässt sich immer wieder beobachten wie – oft überraschend plötzlich - die bis dahin unkontrollierbaren Gefühle wieder ausgeglichen und eingeordnet werden können. Klopfen reicht aber oft nicht.

Tief verankerte Glaubenssätze (z.B.: Ich habe sowieso immer Pech ...) oder andere den eigenen Selbstwert herabsetzende Überzeugungen (Ich bin es nicht wert …) können eine Rolle spielen. Selbstvorwürfe sind ebenso wichtig wie Erwartungen oder Vorwürfe anderen gegenüber. Die Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben ist ebenfalls manchmal eine schwierige Hürde.
(Siehe auch die Big Five aus: Bohne, Bitte klopfen, s.u.)

Mittlerweile gibt es eine reichhaltige Literatur zum Thema und es liegen auch erste fMRT-gestützte Untersuchungen der Medizinischen Hochschule Hannover zur Wirksamkeit  vor, auch wenn insgesamt sicherlich noch weiterer Forschungsbedarf besteht.

Hauptsächlich dem Psychiater und Psychotherapeuten Dr. med. Michael Bohne ist es zu verdanken, dass die teilweise esoterischen und unwissenschaftlichen Erklärungsansätze anderer Klopfmethoden verlassen werden konnten und jetzt mit der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP) ein umfassendes Werkzeug zur Verfügung steht, das all die oben genannten und weiteren Aspekte behandelbar macht. PEP ist mit anderen psychotherapeutischen Ansätzen häufig gut kompatibel. Wie EMDR lässt sich auch PEP unter die Bifokalen Multisensorischen Interventionstechniken (BMSI) rechnen. (vergleiche Aalberse u.a. Die Lösung liegt in deiner Hand, Tübingen 2012).

EMDR

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

EMDR ist eine psychotherapeutische Behandlungsmethode, die ihren Namen durch eine Entdeckung der Psychotherapeutin Francine Shapiro erhielt. Unter dem Eindruck von heftigen Emotionen, Gedanken etc. kann während schneller, rhythmischer Augenbewegungen (Eye Movement) die Desensibilisierung (Desensitization) und die prozessuale Verarbeitung (Reprocessing) psychischer Belastungen extrem beschleunigt oder überhaupt erst ermöglicht werden.

Augenbewegungen sind allerdings nur eine Möglichkeit der körperlichen Stimulation. Möglich sind auch taktile oder auditive Reize, also z.B. wechselseitiges, rhythmisches Beklopfen der Oberschenkel oder akustische Signale im Rechts-Links-Wechsel. Hier berühren sich EMDR und die sogenannten Klopftechniken der energetischen Psychologie wie PEP nach Bohne, EFT, TFT, EDxTM MET,  Akupulsur und andere.

Es geht dabei nicht darum, belastende Ereignisse der Vergangenheit aus dem Gedächtnis quasi zu löschen, wie es manchmal fälschlicherweise dargestellt wird, sondern in einen neuen Zusammenhang zu stellen. So kann es hilfreich sein, die bei einem Trauma empfundene Hilflosigkeit und Verzweiflung, die bei einer posttraumatischen Störung auch die Gegenwart überschatten kann, umzuwandeln in das Bewusstsein der jetzigen Stärke und das Gefühl der Zuversicht. Das gelingt vielen Betroffenen besser mit therapeutischer Unterstützung.

Die moderne Hirnforschung konnte zeigen, dass bei diesen Prozessen alte “belastende“ neuronale Netzwerke in neue “stärkende“ neuronale Netzwerke eingebunden werden. Um es mit dem Computer zu vergleichen: der Arbeitsspeicher wird entlastet.

EMDR ist weitgehend wissenschaftlich anerkannt, die Wirksamkeit kann als gesichert gelten. Für den theoretischen Unterbau sind ebenfalls noch weitere wissenschaftliche Studien notwendig.

Ich bin zertifizierter EMDR- und PEP-Anwender (PEP nach Bohne I, II und III) und setze dies hauptsächlich zur Traumabewältigung (PTBS) und bei Phobien ein.

Weitere Infos auch über die Links-Seite

Literaturempfehlung: Michael Bohne, Bitte klopfen, Carl Auer Verlag


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Naturheilpraxis Detlef Freienstein, Bautzener Platz 2, 10829 Berlin, 030 - 588 793 70

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